Von
Kanjiza 6 Kilometer entfernt, an dem "Járás" (Weideland)
dienten im Jahr 1907 zwei artesischen Brunnen als Haustiertränke.
Infolge der angewachsenen Ansprüche suchten bei der Stadtverwaltung
die Schäfer und die Hirten um noch zwei Bohrungen an. Im Frühling
1908 wurde eine neue Bohrung ausgebohrt. In dieser war das Wasser
gelb und enthielt brennbares Gas. Diese Charakteristiken des Wassers
begründeten die Legenden über die wundertätige Kraft der Brunnen.
Das Volk hat es bald wie "Wundertätige Brunnen" benannt.
In Zusammenhang mit dem wundertätigen Brunnen entstand eine Geschichte
über die Zigeunerin, die ihre kranken Gelenke in diesem Wasser
einweichend geheilt hat.
Die
Stadtväter reagierten schnell und logisch. Schon in diesem Jahr,
1908 wurde die erste Badsaison bei den Wundertätigen Brunnen geöffnet.
Schon damals wurde Eintrittsgeld eingenommen.
Die Tatsache, dass schon
1909, aufgrund der Entscheidung des Stadtsenats einige Wasserproben
zur Analisierung in die Königliche Chemieanstalt in Budapest eingesandt
wurden, zeigt geschäftlichem Geist den damaligen Unternehmen.
den Die Analysen wurden 1910 gefertigt.
Ein Geschäftsmann aus Kanjiza,
Hermann Grünfeld (der damalige Direktor der Ziegel- und Dachziegelfabrik)
hat schon 1909 Begründung einer Aktiengesellschaft für die Öffnung
eines Heilbades potenziert. Die Stadtverwaltung gab ihm die Gutheißung
und die Aktiengesellschaft wurde mit der Führung von Hermann Grünfeld
konstituiert.
Die
Stadtverwaltung schließt einen Vertrag, mit dem das Wasser der
wundertätigen Brunnen zur Benutzung für 30 Jahre (Konzession)
der Aktiengesellschaft gegeben wurde. Es wurde ausbedingt, dass
das Wasser von dem Weideland mit den Rohren zu dem Volkspark abgeleiten
und dort ein neues, modernes Heilbad gebaut muss. Mit diesem Vertrag
wurde auch der Tanzsaal im Volkspark für 30 Jahre vermietet.
Die
Aktiengesellschaft hat schnell und effektiv gewirkt. Die Entwürfe
des neuen Heilbades wurden in Juli 1912 angefertigt und am 10.
August 1913 wurde schon in Kanjiza "Das artesische Bad des wundertätigen
Brunnens" geöffnet. Es gab in neuem Objekt 12 Zimmer mit 20 Wannen.
In dem Gebäude funktionierte Dampfheizung und elektrische Beleuchtung.
Neben dem Badegebäude in dem schönen Volkspark wurde auch ein
offenes Thermalbad gebaut und 28 Kabinen standen zur Verfügung
der Badegäste.
Jetzt
war schon alles fertig, mit der Bäderbehandlung der Patienten
zu beginnen. Die Behandlung wurde durch Baden wie auch durch Trinken
des Wassers, unter der Ärzteaufsicht durchgeführt. Das Wasser
wurde zur Behandlung der rheumatischen, Muskulatur-, Gelenk- und
Nervenerkrankungen benutzt. Unter die Indikationen fällten auch
einige gynäkologische Erkrankungen und die Blutarmut herab. Wie
es schon gesagt ist, das Wasser wurde auch durch Trinken, bei
den Magen- und Gedärmeleiden benutzt. Jahrelang wurde das Wasser
in die dunkelgrüne Flasche von 0,5 und 1 Liter, mit Zapfenverschluss
aus Porzellan gefüllt. Auf den Flaschen stand die Aufschrift:
"Wundertätigenbrunnenwasser - Magyarkanizsa".
Der
erste Weltkrieg traf auch diese Gegend. In den Jahren 1914-15
wurden im Heilbad Verwundete behandelt.
Die Aktionäre haben die Kriegsjahre mit Erfolg übergestanden und
sie setzten die Arbeit und die Badheilungsentwicklung fort. Die
Konzession verfiel im Jahre 1943, und die Aktionäre gaben das
Bad der Stadtverwaltung zurück.
In der Periode 1945-53 arbeitete das Bad als Staatsanstalt unter
dem Name "Artesisches Bad". In Belgrad wurde 1954 eine Wasseranalyse
ausgeführt/ vollgebracht. Nach den Analysen wurde angeboten, dass
das Bad weiter als Naturheilstätte funktioniert.
Ab 1960 bis 1976 hat das Heilbad im Rahmen der Poliklinik in Kanjiza
funktioniert.
Am 24. Juni 1976 hat sich das Heilbad aus der Poliklinik Kanjiza
durch ein Referendum abgesondert und dann funktioniert weiter
selbstständig unter dem Name Rehabilitations- und Rekreationszentrum
"Banja" Kanjiza.
Das
neue Gebäude des Heilbads "Aquamarin" wurde im Jahre 1979 abgeschlossen
und arbeitet, praktisch, ab 1. Januar 1980, mit einer Kapazität
von 150 neue Betten. Das neue Objekt hat einen Therapieblock,
Sporthalle, zwei bedeckte Thermalhallenbaden, Restaurant für 300
Gäste und alle andere Inhalte für ein Hotel mit drei Sternchen.
Mit dem Zubau der Dependance
zu dem Objekt "Abella" im Jahr 1985 rundet das Heilbad die Bettnummer
auf 300 ab.